Starke Psyche (II): 7 leicht umsetzbare Tipps



#1 W wie Wasser. W wie wirklich!


Gehört haben wir schon sehr oft, wie wichtig es ist, ausreichend zu trinken. Doch selbst in einem Land, das höchste Wasserqualität frei Haus liefert, trinken Menschen viel zu oft erst dann, wenn der Körper Warnsignale schickt: Durst. Wem es gelingt, den Griff zur Wasserflasche zum Ritual zu machen, aktiviert wahre Superkräfte, die sich im Gehirn, der Haut, bei der Verdauung und in vielen anderen Organen bemerkbar machen. Machen Sie die Wasserflasche und den vollen Krug auf ihrem Schreibtisch zum ständigen Begleiter! „Zwei oder drei Liter?“ spielt dabei weniger eine Rolle als Regelmäßigkeit.


#2 Bad News are (not) Good News


Keine Frage: die Teilhabe am Geschehen in der Welt ist eine wichtige Errungenschaft und Eckpfeiler einer entwickelten Kultur. Fest steht aber auch, dass das Ausmaß, in dem negative Nachrichten auf uns einströmen, mehr mit uns macht, als wir uns eingestehen. Wo es offensichtlich nur noch Worst Case gibt, droht etwas sehr Wichtiges immer leiser zu werden: Hoffnung. Eine Wochenzeitung statt 24/7-News inkl. Push-Nachrichten auf das Handy kann helfen, gut reflektiert und zusammengefasst am Laufenden zu bleiben. Zu einem Zeitpunkt, den Sie wählen. Online-Mediatheken erlauben, ebenfalls, mehr Hoheit über das „Wann“ und „Was“. Und dass unser Planet auch sehr schöne Ecken zu bieten hat, immer noch, zeigen z.B. die täglichen Social Media-Inhalte von National Geographic.


#3 Just You!


Ja, es ist schwer. Und ja, Sie wissen es. Dieser Tag, der mal nur ihnen, wirklich nur ihnen gehören soll, könnte viel bewirken. Aber schon jetzt hat der Tag so viele Aufgaben und so wenige Stunden.


Betrachten Sie es mal pragmatisch: bei all der Verantwortung, die Sie tragen - als Partner/ in, als Elternteil, im Beruf - werden Sie dieser Verantwortung auf Dauer nur gerecht, wenn Sie körperlich und psychisch beginnen, auch für sich Verantwortung zu übernehmen. Aus gutem Grund lautet eine Regel: Versorgen Sie sich als allererstes selbst mit einer Sauerstoffmaske! Helfen Sie erst dann allen anderen Passagieren.


#4 Entgifte!

Die sogenannte Übersäuerung des Körpers ist ein Warnsignal. Ungesunde Ernährung, übermäßiges und zu hastiges Essen, mangelhafte Bewegung und Stress präsentieren über kurz oder lang eine sehr unangenehme Rechnung: man fühlt sich kraftlos, antriebslos, ist müde (und kann dann doch nicht einschlafen). Basenfasten hilft auf sehr einfache Art und Weise, wieder zu Energie zu kommen. Es entgiftet und entschlackt, ist gut verträglich und wirkt bereits nach kurzer Zeit.


#5 Tuina


Alles ist nichts, wenn Energie zwar vorhanden ist, diese aber nicht fliessen kann. Der menschliche Organismus ist ein hochkomplexes System, dessen Leistungsfähigkeit vom erfolgreichen Zusammenspiel von Organen und dem Kreislauf abhängt. Kaum eine Maschine ist so beansprucht wie unser Organismus: er arbeitet, rund um die Uhr, beschützt und wehrt ab, versorgt und hält am Leben. Kein Wunder also, dass bei all dem unermüdlichen Einsatz nicht nur Maschinen regelmäßig gewartet und geölt gehören, um zuverlässig zu funktionieren. Tuina ist die Antwort. Was in der westlichen Welt als „Fußreflexzonen-Massage“ bekannt wurde, beruht z.B. auf den Techniken der Tuina. Sie gilt als hohe Kunst in der TCM und bringt mit punktgenauem Druck - richtig dosiert - ihre Energie wieder in Fluss.


#6 Grüne Wunder


Wussten Sie, dass der Mensch deutlich mehr Nuancen der Farbe Grün wahrnehmen kann als die Abstufungen anderer Farben? Die Wahrnehmungspsychologie ist sich einig: Jahrtausende in der freien Natur, im Grünen, haben ihre Spuren hinterlassen - bis heute. So dominant „das Grün“ dereinst in unserem Leben war, so wählerisch gehen wir heute damit um. Das Wetter sollte passen, die Jahreszeit sowieso, Anfahrt und Rückfahrt spielen eine Rolle und zwei Wochen „All inclusive“ samt Meerblick sind, natürlich, auch nicht schlecht. Es lohnt sich, sich vor Augen zu führen, wie nah das Gute eigentlich liegt: vor unserer Haustüre. Denn es gibt wenig, was in so kurzer Zeit so viel Gutes bewirken kann wie ein Aufenthalt im Grünen. Blutdruck und Puls sinken, ebenso der Cortisolgehalt im Blut. Unser Herzrhythmus reagiert flexibler auf Belastung, unser Gehirn wird mit Sauerstoff geflutet, Konzentration und Stimmung verbessern sich ganz automatisch. Mit anderen Worten: wir entspannen. Und sind zur Abwechslung mal froh, keinen Handyempfang zu haben.


#7 Schreib es auf!


Ja, es klingt ungewöhnlich, seine Gedanken, Erfolge und Ziele regelmäßig aufzuschreiben. Doch die wenigen Minuten, die Sie dafür investieren, lohnen sich in mehrfacher Hinsicht.

  • Im stressigen Alltag verlieren wir die schönen Dinge schnell aus den Augen, Negatives bleibt eher im Gedächtnis. Aufzuschreiben, was Sie glücklich macht, erreicht haben oder wofür Sie dankbar sind, fördert das positive Denken und macht optimistischer.

  • Schreiben hilft, erwiesenermaßen, beim Verarbeiten von negativen Ereignissen. Notieren Sie zeitnah, was passiert ist. Wichtig: notieren Sie das Erlebte (auch) in möglichst sachlicher Form, frei von Interpretationen. Spätestens dann, wenn die Gedanken zu kreisen beginnen, man analysiert und interpretiert, kann sich ein Blick auf diese Zeilen lohnen: wurde da aus einer Mücke mittlerweile ein kleiner Elefant?

  • Tauchen Sie ab und zu in Ihre Notizen ein. Lesen und staunen Sie, wieviel Sie erreicht haben, welche Sorgen es gab, die - wieder einmal - unbegründet waren und wie glücklich Sie an diesem Tag waren („Das hatte ich schon ganz vergessen“).